Blog 2016

Dezember 2016

Kein Blog, Der Weihnachtsgruss ist jetzt verfügbar.

November 2016

An den Wintervorbereitungen arbeiten wir soweit es geht. Pflanzen abdecken wenn die Temperaturen doppelstellig sind macht keinen Sinn und viel Regen macht es auch nicht gerade einfacher. Trotzdem haben alle Bäumchen schon einen Kokosscheibe am Fuß bekommen und sind Bäume oder Sträucher mit langen Zweigen geschnitten oder gebunden. Dann folgt noch Blatt oder Stroh um die Wurzeln so gut wie möglich zu schützen.

Weil wir ganz viele Bäumchen und Sträucher gesetzt haben, macht es viel Arbeit. Der erste Winter auf dem Berg für diese neu dazu Gekommene geht es leider nicht anders. Wir möchten nächstes Jahr doch genug Blüten für Bienen und Abwechslungreiches Grün um uns hin haben.

Am 3.November, Nachmittags halb 4 passiert etwas, denn Henk ruft plötzlich SCHAFE und rennt raus. Der Weg ist voller Schafe, aber auch die Seiten- und da steht unser neues Grün!!!

Es geht zwar vorwärts den Berg hoch, aber Schafe, Ziegen und Esel laufen einfach über unserem Fußweg zum Haus, zertrampeln und fressen………Ganz vorne ein alter Schäfer mit 4 Hunden, in der Mitte ein Mädel mit Händen in der Manteltasche und am Ende ein junger Mann im Auto.

Keiner ist zuständig, wir scheuchen also die Tiere weiter- soweit es geht, unser Blut kocht vor Empörung. Nach 20 Minuten ist die Herde vorbei und hinterlassen uns für kurze Zeit Fassungslos. Dann fängt eine Telefonrunde an mit Schäfer in unsere Gegend, denn wer vorbei gegangen ist war ja nicht ´unser´ Schäfer. Am Nächsten Tag- bevor er zur Herde hoch ging- kam dieser Schäfer vorbei und hörte sich unser Anliegen an und nahm es nicht all zu schwer….Er hatte eigentlich gar nicht vor an dieser Seite vom Berg wieder runter zu kommen. Doch es kam anders!

Nachmittags kam das Mädel mit Netze um unsere Bäumchen zu schützen und meldete den Weiterziehen. Dann ganz schnell waren sie wieder da: 1200 Schafe, 5 Hunde, 50 Ziegen und 2 Esel. Henk ist runter gelaufen und hat geholfen beim überqueren der Straße. Ich fing oben an mit Bilder, Henk machte das unten am Weg. Diese Bilder stehen in der Bildergalerie.

Das war´s ? Nein, Sonntagmorgen kam ´unser´ Jäger aus Crock und erkundigte sich ob die Schafe weg sind! Auch er hatte sich beschwert, wegen dem Wild und deren Weide mit schönem Gras. Man, die Schafe taten uns wirklich leid, keiner wollte die zu dieser Jahreszeit hier.

Zum Glück waren sie zeitig weg, denn mit den Schneefall am 7. November wäre es eine große Rutschpartie geworden. Der Winter ist da, nicht nur gibt es Schnee, sondern auch Kälte. In Oberhof fängt der Wintersport schon früh an. In Masserberg kann man Langlaufen obwohl es erst 20 Cm Schnee gibt. Das Weiße Zeug liegt ja schließlich schon mehrere Tage rum. Eisregen macht das Ganze nur noch komplizierter. Wir beschränken uns auf Sachen im Häuslichen Bereich. Bereiten die Adventszeit vor und hoffen das die Eisfläche auf den Straßen bald abgetaut ist.

Oktober 2016

Der Herbst hat vorsichtig angefangen mit etwas Regen und Wind. Genug Zeit noch etwas zu pflanzen am Rand entlang der Grube, damit war der Anfang schon im September gemacht.

Der erste Nachtfrost kam am 10. Oktober und der Berg war wieder mal weiß. Alles um Haus herum blieb grün, meist kommt die Kälte aus der Richtung von Masserberg, so auch jetzt. Also schützt das Haus jedenfalls etwas vor kaltem Wind- jedenfalls jetzt wo es noch nicht friert.

Die gute Nachricht dieses Monats: Otto hat einen Kumpel bekommen. Jonas heißt er und ist genau so lieb wie Otto. ( Bilder) Der ist aber ein wenig eifersüchtig, er war ja auch (fast) ein halbes Jahr alleine. In der Weide laufen jetzt wieder 5 Tiere. Es hat nur eine Woche gedauert, da hatten die Weidentiere sich schon an einander gewöhnt.

Eine Übersicht zur Ernte dieses Jahres 2016 :

Produkt

Anzahl

Gewicht

Puffbohnen

4 Kg

Rhabarber

1 St

2 Kg

Bohnen

50 Kg gegessen und sehr viel eingekocht

Zwiebel

2 Kg

Kürbis

45 St

Ca. 50 Kg

Rosen Kohl

2 St

Mais Kolben

15 St

Porree

15 St

Tomaten

15Kg

Erbsen

10Kg

Sellerie Knollen

20 St

Beeren

10 Ltr Saft, 2 Kg naschen und Nachtisch

Futter Beete

20 St

Äpfel

2 Kg

Letzter Erntetag 24- 10-2016

1 Eimer

Tomaten

500 Gr. Himbeeren

Stecklinge (Wildsträucher,Bäume)

5

Keimlinge zum (weiter) ziehen

(Blauglockenbaum)

25

Blumensamen (Sorten)

80 Tütchen,

und auch noch 3 x 100 gr:

Futterbeete, Stockrosen, Sonnenblumen

WWOOF 2016

Die Wwoofer die uns in diesem Jahr geholfen haben

Anfragen + Land

Gekommen

Tage Verbleib

Alter

Gut vorbereitet

6 Europa

5

10-28

20-41, meist unter 30

4: Irland, Ungarn, Deutschland,Frankreich,

1 Afrika

Nein

30

2 USA

Nein

22

1 Japan

Nein

22

Jedenfalls ist es uns gelungen alle Vorräte zeitig ins Haus zu bekommen, egal ob es Kartoffel, Meisenknödel oder Kohlen für den Ofen sind.

Die Winterreifen pünktlich unter die beiden Autos zu bekommen.

Die angepflanzten Bäume und Sträucher so gut wie möglich auf den Winter vor zu bereiten, die ab zu decken mit natürlichen Schutz aus Kokos, Stroh oder Blatt.

Das Gewächshaus bekam eine Haube als Hülle übergezogen, damit die Temperatur über Null bleibt für die Pflanzen die dort überwintern werden so wie Oleander und die Tomaten oder Tomatillo, die noch immer Früchte tragen.

Nach lange feuchte Tage gibt es leider nicht den ´goldnen´ Oktober, aber jede Menge Pilze, die wir jedenfalls nur fotografieren Weil wir uns nicht trauen diese zu essen.

September 2016

Der September fängt an als ob es noch immer Sommer ist und es bleibt so bis zum 16!

Wir haben noch mehrere Aufgaben auf unsere Liste stehen und sind sehr froh, daß die Arbeit mit der Grube planmäßig statt gefunden hat . Als die Grube am 14.September an ihrer Stelle lag, könnten wir endlich weitermachen mit notwendiges draußen, man weiß ja nie wann der erste Nachfrost da ist.

Im Eingangsbereich hat sich etwas geändert: gleich hinter den Rosenbogen stehen die frisch gemalten Wasserbehälter, die Wasserzuleitung ist ganz unter den Weg verlegt. Im nächsten Jahr kommt die Weidenpumpe hinzu und schon im Frühling sind wir dann fertig für den Garten.

Halb September kommt der Herbst mit ein wenig Dauerregen und diese Feuchtigkeit brauchen wir schon ganz lange: die Pflanzen sollen noch Samen reifen lassen die ich sammeln kann für das nächste Jahr. Im großen Ganzen bekommen wir nur 14 mm Regen und dann ist die Sonne wieder da.

Der September ist ein recht sommerlicher Monat geworden, nur die Nächte wurden immer kälter. Nicht nur die Sonnenblumen sind gefragt wegen den Samen , auch Sonnenhütchen, Futterrüben oder Kräuter. Dank den langen späten Sommer gibt es jedenfalls Samen zu ernten.

Etwas anderes besonders nötiges ist umpflanzen von Sträucher aus den Gemüsegarten auf den Hügel über der Grube. Diese Stelle sieht nach den Arbeiten aus wie eine Mondlandschaft! Sträucher und kleine Bäumchen werden jedoch nicht eher als halb Oktober geliefert, also kommen erst nur Pflanzen aus eignem Garten dem Zaun entlang. Auch im Gemüsegarten wurde umstrukturiert, alle Beerensträucher stehen jetzt auf der unteren Terrasse, dieser Teil ist dann soweit fertig gedüngt und bereits abgedeckt. Die Weidentiere können zum Glück noch jeden Tag auf die untere Wiese, es war ja noch immer trocken und sonnig.

Wenn die Nächte kalt sind, gibt es morgens kleine Wölkchen auf dem Hang: die Sonne ist noch so stark, daß die Feuchtigkeit als Dampf aufsteigt! So bleibt das Gras auf der oberen Wiese als Futterquelle da, hoffentlich bis Ende Novembers.

August 2016

Der August fängt nicht wesentlich anders an als Juli endete:

Sehr mäßige Temperaturen in Abwechslung zu mehreren Schauern. Trotzdem machten wir weiter mit den Holzprogramm: Wintervorrat Brennholz für die Öfen. Auch der Heuboden wurde langsam voller, keine Angst zu wenig Futter für die Weidentiere bekommen zu können. Denn schon halb August war der Dachboden voll und mit neuen Lampen oben, kann man dort auch alles sehen…. Wie anders ist es als im vergangenem Jahr!

Überall Unkraut oder rauer Boden, es wurde 5 Jahre nichts am Garten gemacht, nicht gewässert , nichts geschnitten nichts neues angepflanzt.

Weil wir in diesem Monat ein Jahr in Einsiedel wohnen gehen unsere Gedanken manchmal zurück. Wie anders es war in 2015 : Heiß ohne Ende, keine Verbindung zur Außenwelt, denn der Internetanschluß war erst Ende Oktobers flüssig und noch viel mehr, womit wir uns aus einander gesetzt haben.

Zwar kam der Sommer 2016 spät, die Temperaturen stiegen jedoch schnell auf 34 Grad und im Gemüsegarten wuchsen Beeren, Knollen, Kürbisse und Bohnen. Die konnten wir gut wässern, der Brunnen gab bis Ende August das nötige Wasser. Aber am 30 August war Schluß! Wir brauchen dringend Regen. In Eisfeld (10 Km entfernt) hat es im vergangenem Wochenende gegossen, hier blieb und ist es knochentrocken, seit Wochen.

Die Ernte der Bohnen ist das Erste das nach dem Anzucht und Wachsplan geht, denn Schnecken haben ALLES lange attackiert. Jeden Tag sammeln wir ein Eimerchen der schleimigen Freunde ein.

Schon 25 Kg Bohnen sind gepflückt und konserviert worden. Wenige Sonnenblumen haben es letztendlich geschafft uns mit einer Blume zu erfreuen. 150 sind es allerdings nicht geworden, aber mit jeder einzelnen sind wir zufrieden (und die Meisen bestimmt auch).

Die Weidentiere laufen jetzt in die ganze untere Weide, froh rennen sie morgens runter und kommen erst gegen Abend wieder in den Stall zum schlafen. In der oberen Weide wächst das Gras nach, daß kann dann im Herbst gefressen werden, wenn im Oktober die Luft feucht und der Hang glitzrig wird.

Nach und nach wird die (Arbeits) Liste kürzer. Die Reparationen oder Sachen die noch fertig sein sollen vor Winteranfang sind überschaubar. Die Dächer sind zu und vor Nässe brauchen wir uns keinen Kopf machen. Die Wasserpumpe kommt bald rein, damit sie drinnen repariert werden kann, sie hat den ganzen Sommer durchgehalten. Die großen gelben Wasserschläuche reinholen, dazu brauchen wir schon etwas mehr Puste, denn die (3 Stück x25 Meter) sind recht schwer und nicht so einfach zu händeln. Und bei dieser Hitze sind sie noch voll im Einsatz. Die 1000ltr Wasserbehälter sind alle im Einsatz und haben einen guten Dienst geleistet, denn Wasser ist doch überall und jeden Tag sehr nötig.

Wir haben wieder ein Paar neue Bilder hochgeladen.

Juli 2016

In diesem Monat gab es richtige super Wwoofer: Am Anfang eine junge Frau aus Ungarn und am Ende jemand aus Irland. Mit ihrer Hilfe haben wir viel geschafft, sogar alle Tomaten draußen gepflanzt.

Die erste Ernte aus dem Gemüsegarten waren Erbsen, zwar haben die Schnecken auch diese Pflanzen gekostet, es gab genug Anderes das denen anscheinend besser schmeckte. So haben wir 3x frische Erbsen essen können und die restlichen werden aufgehoben als Saatgut für das nächste Jahr. Dann sind die Salatbohnen dran und als letztes die Stangenbohnen, dann ist es bestimmt schon August. Im Gewächshaus sind die Tomaten gut gewachsen und es hängen dort schon viele grüne Tomaten, nur noch reifen und Farbe bekommen.

Ob das mit den Freiland Tomaten klappen wird??

Jedenfalls sieht man den Unterschied zwischen vergangenem Sommer und jetzt: viele Bunte Blumen stehen gestreut und Unkräuter bestimmen nicht mehr den ganzen Überblick. Die meisten Stauden haben irgendwie Fuß gefaßt und breiten sich hoffentlich bald aus.

Die Bergstraße, die entlang unser Haus führt scheint nicht länger nur von Tannen oder Blaubeeren vom Wald abgegrenzt. Jede Menge Büsche und kleine Bäumchen wachsen heran. Alles in diesem Jahr gepflanzt und dann wird es sich im kommende Frühjahr zeigen ob es die richtige Wahl war. Jedenfalls gibt es eine Arten Vielfalt.

Am Ende des Monats kam der Schäfer nochmals mit seiner Herde vorbei: die 1000 Schafe haben den Berg im Nu besiegt, Gras und Kräuter schön abgefressen und innerhalb 12 Stunden wieder weiter gezogen. Ein Ereignis wovon wir viele Bilder gemacht haben.

Etwas ganz anderes: Wir kommen aus dem Staunen nicht raus. Sehr vieles ist in Thüringen ganz anders als wir gewohnt sind. Ein Beispiel werde ich geben und hoffe jemand wird reagieren und es uns erklären. Am Waldrand stehen unheimlich viele Blaubeeren, genug um die ganze Gegend zu ernähren. Natürlich haben wir davon etwas gepflückt und auch die Schafe haben sich bedient.

Wieso kommen Leute und stellen sich samt Eimer genau gegenüber unser Haus und ernten dort? Manchmal den ganzen Nachmittag! Natürlich ist dann und wann auch mal jemand am Weg beschäftigt, aber unser Haus scheint ein Magnet zu sein. Wenn wir mal das Bedürfnis haben und nicht zu Müde sind und Blaubeeren pflücken wollen, geht das nicht einfach gegenüber unser Haus: da ist alles schon abgeerntet worden!

Es sind natürlich nicht unsere Beeren, trotzdem empfinden wir dieses Verhalten merkwürdig und mehr oder weniger eine Einschränkung unserer Privatsphäre .

Juni 2016

In Mai legen auch in Thüringen alle Vögel ein Ei? Wahrscheinlich eher im Juni, denn da fängt erst das wärmere Wetter an. Viele unterschiedliche Vögel gibt es hier und sie fangen schön frühmorgens an zu zwitschern. Der hübsche Gartenrotschwanz hat sein Nest in einem Rohr in der Hauswand gemacht. Die Vögel überwachen ganz genau unsere Bewegungen bei der Arbeit an der Fassade und anstreichen der Türen und Fenster. Sie warten bis wir weit genug weg sind bevor sie ins Nest hinein schlüpfen.

Dieser Monat ist einer des außergewöhnlichen Wetters. Nicht nur die vielen Gewitter machen uns zu schaffen, vielmehr der Dauerzustand der dicken Luft. Nur ein paar Tage war es richtig heiß und sind sogar Tomatenpflanzen umgekippt.

Wir sind ganz ganz froh, daß es geklappt hat die Weidentiere zu überzeugen von guten Unterschlüpf im Stall. Sie kehren fast von selber ein, wenn es sich mal wieder eintrübt und nur ein vereinzeltes Mal brauchen wir sie rufen . Sicher kurz nach dem Wolle abscheren war das wichtig, denn es dauert mehr als ein paar Wochen, daß die Haare (Wolle) wieder wächst. Alle Tiere haben die neue Heimat also angenommen und uns geht es auch so.

Im Gemüsegarten gibt es einen ständigen Kampf, die Pflanzen sollen wachsen, Beeren sollte es geben und im Zelt gedeihen die Tomaten. Aber die Schnecken machen es ganz schwer auch nur etwas hoch zu ziehen. Alle Kleinbeete mit Salat oder Kohlrabi sind gefressen noch bevor die 2 Cm groß waren. Sogar die Zwiebel, die gut angefangen hatten stehen Armseelig mit ganz wenig Blätter.

An meisten Tagen ist der Anfang erst die Tiere raus lassen, dann ein Eimerchen voller Schnecken einsammeln. Und dann hoffen daß es nicht auch noch jede Menge Käfer geben wird. Bis jetzt haben wir erst einmal Erbsen aus den Garten gegessen, weiter gibt es noch keine Ernte!

Der notwendige Umbau und die Reparaturen sind jetzt fast fertig. Das Dach vom niedrigen Teil des Hauses wurde vom Dachdecker neu gemacht. Die Fassade haben wir Grün angemalt. Und der Schreiner hat uns einen neuen Schuppen gebaut für Heu. Jetzt können wir einfach Heu in den Stall bringen, ohne 2 Treppen rauf und runter zu klettern.

(Siehe Bilder)

Es gibt nur noch eine große Aufgabe! Eine neue Grube! Noch immer funktioniert die alte Grube prima, aber jedes Jahr kommt jemand vorbei und muß die Grube völlig entleeren! (selbstverständlich gegen Zahlung) Kompletter bürokratischer Wahnsinn! Aber so ist es Gesetzlich vorgeschrieben! Wenn man nicht mitmacht gibt es erstmals ein Bußgeld von 90 Euro und wenn man sich trotzdem wehrt ..... Wird die Grube entleert unter Aufsicht von??...... der Polizei!!!

Und das nennt sich Freistaat?! Mit einer neuen Grube hat man wenigstens etwas Kontrolle, denn man hat die Pflicht jedes Jahr eine Wartung durch zu führen. Damit wird entschieden ob Schlammabfuhr notwendig ist oder nicht. Im Norden hatten wir schon eine neue Grube angeschafft. Das Installieren der Anlage verlief recht zügig, innerhalb einen Monat war alles erledigt, auch mit den Behörden.

Wieso die Angebote hier doppelt so teuer sind und alles so lange dauert? Wundert uns das noch? NEIN, wie schon früher erwähnt, ALLES in Thüringen ist teurer und für fast alles brauchen wir Geduld !

Trotz Unerwartetes oder Unangenehmes gefällt es uns hier sehr gut, wir freuen uns über die schöne Lage des Hauses , den Blick, die Ruhe und die Natur. Durch tägliche Arbeit wird dies langsam "unsere Heimat".

Mai 2016

Die herrlichen Frühlingstemperaturen kommen erst halb Mai zurück. Die Eisheiligen geben zwar eine kalte Periode, aber richtiger Frost bleibt zum Glück fern.

Die Pflanzen wachsen im Gewächshaus, täglich holen wir sie raus und abends geht das ganze wieder rein. Das macht Arbeit, aber gibt es eine andere Art zu schützen vor Kälte???

Die Keimlinge machen sich jedenfalls breit und manche bekommen schon ihre Stelle irgendwo im Garten- auch wenn sie erst 2 cm groß sind…. Leider haben Schnecken entdeckt, daß es bei uns viele kleine zarte Pflanzen gibt, die sie ALLE kosten wollen. Alle schön gewachsene Kürbisse sind innerhalb 4 Tagen von diesen Biester gefressen! Leider ist das nicht das Einigste. Von Salat: keine Spur, Kohl? Einfach verschwunden… genau so wie vieles Anderes.

Der nächste Versuch zur Anzucht im Gewächshaus ist da, aber man kann doch nicht alle Pflanzen im Topf bis 5 Blätter wachsen lassen damit sie weniger attraktiv sind für Fraß? Schnecken einsammeln ist das erste an jedem neuen Tag! Die Tomaten bleiben drinnen und sollen richtig kräftig werden. Eine Palette kleiner Tomaten stehen schon da (als Ersatz) und warten auf dem Sprung raus. Am 20. Ist es dann endlich soweit und kommen die ersten ins Zelt und wachsen dort weiter. Wenn die Reißverschlüsse zu bleiben, sind hoffentlich auch die Schnecken draußen, oder schmeckt das Tomatenlaub wenig als saftiger Salat?

Jedenfalls brauchen wir Ideen um irgendwie den Fraß vermeiden zu können, ständiges ersetzen ist schon der Zeit und Aufwand wegen unmöglich. Wir brauchen doch die Ernte an Gemüse zum Essen und als Wintervorrat.

Das letzte Wochenende Mais ist Unwettergefährdet, schwühl aber unberechenbar. Wässern vom ganzen bleibt eine tägliche Zeitraubende Angelegenheit.

Es sind auch wieder neue Bilder hochgeladen.

April

Annette machte eine Reise nach Berlin, weil die Tante ihrem 91sten Geburtstag feierte. Mit der Thüringer Bahn fährt man quer hoch durch Thüringen nach Erfurt für den ICE. In Oberhof und noch weitere 3 Haltestellen gab es noch eine ziemlich hohe Schneeschicht auf und neben den Bahnsteig, es war dort noch mal 30 cm Schnee runter gekommen!

In Berlin jedoch hatte der Frühling angefangen, überall gab es blühende Bäume. Zurück in Einsiedel, war es zwar schönes sonniges Wetter, aber alle Knospen waren noch nicht auf. Das konnten wir nützen, weil wir noch immer 3 Meter Hecke ausbuddeln wollen, daß geht natürlich nur wenn sie nicht ausgelaufen sind. Die Hecke ist so verheddert, daß oft 5 bis 6 unterschiedliche Heckenpflanzen als ein Block aus zu graben sind. Kostet jede Menge Energie und Vorsicht, denn alles wird wieder eingepflanzt.

Neben den Fußweg sieht man nun, daß der Blumengarten aufwacht, denn Osterglocken fangen an zu blühen. Alle Blumenzwiebel haben den Winter überlebt.

Am 18. April fangen dann endlich die Forsythien an alles gelb zu färben. Aber erst brauchen wir noch ein richtig guter Frühlingsregen, damit alles gut gedeiht. Der Gemüsegarten wird weiter ein Stückchen eingesät. Zwiebel kommen schon hoch und die Erbsen haben schon gekeimt: es geht richtig los. Hoffentlich gibt es nicht noch einen starken Nachtfrost, wo alles wieder von vorne anfangen muß!

Bald sieht die mittlere Terrasse richtig gut aus: Beerensträucher laufen aus, eingesäte Stücke und vorbereitetes das wartet auf Keimlinge die das Klima gut bekommt. Weiter geht es mit der unteren Terrasse: Henk stellte ein Kletterzaun auf für die Kletterbohnen, davor kommen Puffbohnen, die schon vorkeimen im Haus.

Trotzdem gibt es noch viel zu tun, denn überall legt das Unkraut los und große Haufen liegen nicht nur im Gemüsegarten. Die obere Terrasse blüht inzwischen: Osterglocken (vielleicht nochzu Pflingsten) Kaiserskronen, Tulpen stecken grünes hoch und Liliengrün. Dazwischen habe ich japanischer Blumenteppich gesät. Alles wartet auf Sonne und gute Temperaturen. Aber im letzten Wochenende ist es fast so wie anfangs April: Schnee und Frost.

März

März fing grün an, es dauerte aber nicht lange da kam der Winter zurück. Sogar die Skilifte haben noch ein paar Tage gearbeitet. Wir haben es uns in dem Wochenende angesehen und haben davon ein paar Bilder gemacht, die Sonne genossen- weiter nichts.

Der Frühling kommt, aber nicht vom einen zum anderen Tag. Wir hatten es eilig mit dem Frühling, denn wir bekamen den ersten Wwoofer dieses Jahres. Zusammen wollten wir den Zaun für die Weidentiere bauen. Die benötigten Materialien wurden schon geliefert und warteten auf Einsatz.

Schneeglöckchen standen wirklich 14 Tage im Schnee. Überall sind die jetzt zu sehen und 99% vom Schnee an unsere Seite vom Tal ist letztendlich geschmolzen. Immer mehr grüne Pünktchen und Stellenweise auch schon Knospen sind zu sehen, nicht schön, wenn das einfriert. Bis Minus 3 geht es ja, die meisten Pflanzen sind ja heimisch, aber trotzdem. Verschiedene Clematis habe ich frisch eingepflanzt und die Beerensträucher machen schon Knospen.. Es wäre doch dumm, den ganzen Winter alles wo möglich zu schützen und es dann am Ende doch noch einfrieren zu lassen!

Wenn man so draußen beschäftigt ist sieht man viele kleine Änderungen: Vögel schwitzern, manche fliegen schon mit Baumaterial rum, die Knospen an Bäume werden dicker. Manche Pflanzfüße sind schon von Blatt befreit, aber es liegt noch eine dicke Schicht Laub als Schutz da. Für die austreibenden Frühlingsblumen ist es besser wenn es bald weg ist, sonst müssen sie durch Blätter pieken mit ihrem Grün.

Der junge Franzose (Wwoofer) war 10 Tage hier. Mit ihm zusammen wurde die obere Weide eingezäunt. Wir glauben er hat die Zeit hier und den Blick aus seinem Zimmer genossen. An der oberen Weide ist der Zaun zwar nur 300 Meter, aber haben die Tiere jetzt richtig Platz bekommen, können sich austoben und haben einen guten Blick auf dem Tal. Andersrum natürlich auch. Zu Ostern wenn Kinder ihre Eltern besuchen im Dorf, gibt es bestimmt wieder jede Menge Spaziergänger, die sich unsere Weide mit den Tieren ansehen werden. Leider war es nötig Schilder aufhängen mit: Privat, Füttern verboten, Eltern haften für ihre Kinder. Wir geben nicht ohne weiteres Zugang zu unseren Grundstück und Tiere. Dazu kann jeder sich es vom Weg aus gerne ansehen! Vielleicht haben wir bald auch die Unterweide fertig. Es gibt noch jede Menge Arbeit, aber das schleppen mit den Pfosten und das Gitter, das hat der Franzose für uns gemacht. Womit er gerne noch geholfen hätte? Bäume zerkleinern und wegschaffen, damit wir daraus ´Heizholz´ machen können für den nächsten Winter. Jetzt denken wir nur an Frühling, austreibende Pflanzen und schönes Wetter.

Januar.

Nach dem Wintersport ab dem 2.ten Wochenende Januars gibt es Matsch. Der Schnee taut tagsüber ab und nachts friert es zur eisigen Schicht. Der Weg zur Bibergrundstraße ist ein Spiegel geworden. Zwar ist der Schneeschieber öfters drüber hinweg gefahren, viel genützt hat es zuletzt nicht mehr. Wie lange es dauern wird bevor 50 Cm Schnee abgetaut sind?

Die vergangenen Wochen lebten wir in einem Teil vom Wintersportgebiet: die Skilifte machten auf, Strecken zum Skilaufen wurden nach und nach länger und mehr. Es gab Sporttreffen und viel Winterspaß. Für uns hielt das sich in Grenzen 3 x täglich Schnee räumen genügte vollkommen. Als es nicht mehr schneite und die Sonne rauskam, war es richtig schön, auch bei Temperaturen – tagsüber- von Minus 8 Grad. Der Schnee war Kniehoch also Stellenweise über 50 Cm, aber es brauchte mehrere Tage so hoch zu werden, das ging wirklich nicht über Nacht…..

Die niedrigsten Temperaturen waren doppelstellig, und das mehrere Nächte! Wir können nur hoffen das der Schnee wie einen Mantel unsere Bäumchen und Sträucher geschützt hat. Der Boden unter den Schnee war jedenfalls nicht sehr eisig, einen Spaten ging schon hinein. Nur war es fast unmöglich den Dung aus den Stall ein zu graben, weil man ja nicht sehen konnte wo es hinkam! So ist es also abwarten, bis die obere Terrasse im Gemüsegarten wieder Erde statt Schnee als Anblick hingibt.

Soviel Schnee ist nicht nur schön, sondern auch schwer. Auf dem Balkon landen auch Dachlawinen, die dann entsorgt werden. Auf dem Balkon gab es 2 Kubik Meter und das wiegt kleine 600 Kg. Die Platten der PV Anlage haben wir zwischendurch sauber gemacht, Elektrizität wird nur dann erzeugt, wenn die Zellen helles Tageslicht bekommen und das klappt natürlich nicht wenn alles zugedeckt ist……

Wir haben natürlich im Haus allesmögliche gemacht. Als wichtigste ist uns die Isolation vom Dach. Schon als der erster Teil fertig war, konnten Regale gebaut werden und Kartons vom Umzug aussortiert und Hobbysachen aufgeräumt werden. An der anderen Seite vom Dachboden stehen alle Metallschränke, als auch da isoliert war, konnten die Weihnachtssachen wie immer schön in Schränke, warten bis sie wieder gebraucht werden. Die Anzahl der leeren Kartons wuchs, die landeten auf den obersten Dachboden, der am letzten dran war. Wir sind froh, daß es fertig ist, die Wärme besser im Haus bleibt und Ordnung geschaffen wurde.

Jedenfalls gab es auch mal Sonne, damit es wirklich schön war draußen und die PV Anlage auch etwas zu tun hatte. Im ganzen bekamen wir 24 Stunden Sonnenschein, nicht schlecht für ein Wintermonat, oder?