Die Kirche des Fliegendes Spaghetti Monsters,

Zitat: „Es ist einfacher, die Menschen zu täuschen, als sie davon zu überzeugen, dass sie getäuscht worden sind.“ (Mark Twain)

 


Der Glaube an das Fliegende Spaghetti Monster (FSM) entwickelte sich in den USA als Gegenbewegung. Evangelikales Denken und Kreationismus ist auch in Deutschland auf dem Vormarsch.  Ebenso aber als eine Antwort das FSM. Pastafari, wie die Gläubigen dieser Religion genannt werden, bildeten zunächst Gemeinden.
Im Gegensatz zu den meisten US-amerikanischen wird dort überwiegend nicht nur der Kreationismus, sondern jede Art dogmatischen Glaubens als die gesellschaftliche Entwicklung hemmend angesehen. 
In einigen Ländern war ihr Kampf um die Gleichberechtigung bereits erfolgreich, so dass die Kirche des Fliegenden Spaghetti Monsters sich Privilegien erstritten hat, die in der Regel den Religionsgemeinschaften vorbehalten waren. So darf sie in Neuseeland rechtsgültige Trauungen durchführen, und in ersten deutschen Kommunen finden sich Schilder, auf denen die wöchentlichen Termine der Nudelmesse – neben evangelischem und katholischem Gottesdienst – angekündigt werden. 
Die Kirche des Fliegenden Spaghetti Monsters Deutschland ist eine wegen Förderung kirchlicher und gemeinnütziger Zwecke als gemeinnützig anerkannte Körperschaft. Nach ursprünglicher Beschränkung auf Berlin-Brandenburg werden nun auch Pastafari aus anderen Bundesländern aufgenommen. Wer noch nichts vom FSM gehört hat, keine Angst, auch wenn wir manchmal so aussehen, wir sind keine Sekte.
Wir verstehen uns als Weltanschauungsgemeinschaft und nutzen das Pastafaritum als Mittel. Dabei sehen wir diese satirisch-kritische Religion als völlig gleichberechtigt mit anderen Religionen. Unser Ziel ist die Förderung wissenschaftlicher Weltanschauungen, unsere Religion ein Mittel, um dies erreichen. Mit Satire für Humanismus
Für die "Kirche des fliegenden Spaghetti Monsters" war es wichtig, dass "sich das Gericht wirklich intensiv mit der Problematik Weltanschauung auseinandergesetzt hat", wie "Bruder Spaghettus" in einem Blogbeitrag schreibt.

"Die Religionssatire des Fliegenden Spaghetti Monsters wird als künstlerisches Mittel genutzt, um in satiretypischer Art intolerante und dogmatische Anschauungen und Handlungen zu überhöhen und zu hinterfragen", heißt es in seiner Satzung. Damit will der Verein die Verbreitung einer offenen und toleranten Ethik im Sinne des evolutionären Humanismus fördern und so an der öffentlichen Meinungsbildung mitwirken.
Wir – vom Baerenhof- haben eine ganze Zeit gebraucht das Spaghetti Monster auf die Schliche zu kommen. Irgendwann in 2017 stand in einer Holländischen Zeitung etwas das unsere Aufmerksamkeit auf sich zog: Ein Wissenschaftler hatte der Uni gebeten bei seiner Dissertation zum Promovieren als Doktor, sich als FSM Gläubiger im Piratenkostüm statt Frack in der Öffentlichkeit zeigen zu dürfen. Es wurde abgelehnt.   

  Wir machten weiter wie sonst auch. Bis im November in einer Senatssitzung in Berlin wieder der FSM Verein und deren Glauben erwähnt wurde. Hellhörig fingen wir an zu stöbern und sind begeistert. In der USA fanden wir ein Monument vom Spaghetti Monster neben einem Gerichtsgebäude. Wieso nicht? Es gibt doch Freiheit vom Glauben? Diese Religion ist mittlerweile in mehreren Ländern anerkannt.