Liebe Freunde, Familie und Leser,

Beim Zurückblick auf das vergangene Jahr gibt es vieles Bemerkenswertes, nicht nur wegen der außergewöhnlichen Sommer. Über Projekte und Wwoof können wir ganz kurz sein: ja, es gibt Wwoofer die gerne kommen wollten- sich dann doch für andere Höfe entschieden haben. So war das in diesem Jahr 19x der Fall! Eine Wwooferin gab es, nicht ein Mal, aber diesem Jahr zwei Mal. Und im vorigem Jahr auch schon! Sie ist eigentlich keine Wwooferin mehr, aber ein Familienmitglied. Das Schöne an unseren beschriebenen Projekten ist, das wir auch ohne die Wwoofer weiter leben können. Wir brauchen nicht jede vorgenommene Änderung mit einem “Erfolg“ Etikett versehen. Verbesserungen kommen dort, wo es unbedingt nötig ist: wie bei der Tierversorgung, die Wasserversorgung, Fußwege oder Holz-Lagerung.

Das Frühjahr war sehr schön und früh im Jahr konnten wir alles Mögliche draußen machen. Auch unsere Tiere hat es sehr gefreut wieder draussen rennen zu können. Die Esel und Lamas haben am ersten Tag in die Wiese so gerannt, das sie am Folgetag sichtbar muskelkater hatten!! Die Katzen sind etwas vorsichtiger und haben sich erstmals in die Sonne gesetzt. Mit Brennholz hat es dies Jahr richtig angefangen. Sämtliche Bäume sind im Winter umgekippt und wurden in Stücke gesägt, gelagert und letztendlich gespaltet. Es hat trotzdem lange gedauert bevor die Arbeit fertig war und dieses Brennholz gelagert wurde.

Die vorgezogenen Gemüsepflanzen konnten recht früh im Garten, entweder im Frühbeet oder im Hochbeet. Sogar Kartoffel wurden ganz früh in die Erde gesteckt und abgedeckt mit Folie bis den Nachtfrost ganz gegangen war, es gab eine gute Ernte. Eine richtige Überraschung waren die Freilandtomaten die sich so gut gemacht haben, ganz ohne Schutz und einen Bodenfrost am Ende Augusts, die Ernte war ergiebig: 20 Eimer voll.

Der Anfang vom Herbst war wie ein längerer Sommer, heiß und trocken mit nur einen Regenguß und dann einen plötzlichen Wechsel zum Frost. Lästig sich vor zu bereiten oder zeitig alles zu ernten, denn im September läuft da noch einiges.

In diesem Jahr waren wir über 4 Monate beschäftigt mit dem Thema Wasser. Die Folgen der Dürre sind noch immer da, wie stark die Natur gelitten hat werden wir im Frühjahr merken, wenn Sträucher und Bäume wieder grün werden- oder eben nicht. Jedenfalls fangen wir im Frühling an Wasser zu sammeln in unseren Wasserbehälter. Dazu haben wir uns noch mal IBC-Container zugelegt und über das Grundstück verteilt, Wasser speichern wird bestimmt wieder notwendig.

Was gut funktioniert hat war zusammen mit den Gemüsepflanzen den Boden ein zusähen mit einen Gründünger. Diese Bodenbedecker wie Serradella, sind zäh und halten sich gut in starker Sonne. Mal abwarten wie viel davon selber zurückkommt. Der letzte Garten-Arbeit-Tag war am 20. November. Da sind Futterrüben für die Tiere geerntet, die wurden schon gefüttert oder gelagert für später im Winter.

Wir haben immer noch zwei Esel, drei Lamas, drei Katzen und eine Hundin. Wir haben uns sorgen gemacht über Iwan, der alte Kater, weil er sichtbar schwächer wurde. Da haben wir rechtzeitig entdeckt das sämtliche Zähne verschwunden sind. Mit Dosenfleisch und Katzenmilch ist er wieder gesund und munter geworden, frisst jetzt auch wieder "harte" Brocken. Aber ob er den Winter überstehen wird? Die Esel bekamen mehrmals besuch vom Hufpfleger, das ist für Otto sehr wichtig weil er Problemhufe hat. Leider hat der Hufpfleger sich entschieden nicht mehr nach Einsiedel zu fahren. Im Moment versuchen wir die Hufe wieder selber zu pflegen. Im großen Ganzen geht es, glücklicherweise, alle Tiere gut!

Wo jetzt die langen Winterabende da sind, freuen wir uns mal wieder mehr Zeit zu haben für unsere Ehrenamtliche Arbeit. Zeit zum Schreiben von Lernmaterialien für die Lloof-Plattform, aufarbeiten Computer-Fähigkeiten, unsere Puppenhäuser in Weihnachtsstimmung bringen, unsere Sozialen Kontakte auf Vordermann bringen und genießen von der herrlichen Wärme im ganzen Haus.

In der Adventszeit haben wir mehr zeit zum nachdenken über das was bei uns passiert ist, was unsere Familie und Freunde so erlebt haben.Pläne machen für das kommende Jahr.

Ein alter Bauernregel sagt:" Mit Weihnachten wird die Rechnung gemacht"

Wer möchte kann uns eine Nachricht, Gedanken oder Ideen senden über die Kontaktseite, oder über E-Mail.

Wir wünschen alle Leser ein Frohes Weihnachtsfest und einen guten Rutsch ins neue Jahr!

Annette und Hendrik