Wilkommen im Zentrum für

 Ökologische Freizeitgestaltung und Kreativität

Der Baerenhof befindet sich im Naturschutzgebiet Thüringerwald, halbwegs den Simmerberg auf 520 Meter Höhe .

Die meisten Häuser von Einsiedel stehen im schmalen Tal an der Biber. Der kleine Ort hat nur 2 Straßen: unten im Tal die Bibergrundstraße und den Berg hoch gibt es die Bergstraße wo wir wohnen. Durch die tolle Lage am Süd-Osthang gibt es hier oben auch im Winter noch ein paar Stunden klares Licht, wenn die Sonne scheint.

Wir leben und arbeiten auf unserem Hof nachhaltig mit Permakultur. Wir geben Menschen mit Interesse für Natur und nachhaltiger Lebensweise die Möglichkeit das Hautnah zu erleben und mit zu helfen durch Lloof oder Wwoof

So sieht unser nachhaltiges Leben im Alltag aus

Es ist uns wichtig offen zu erwähnen was wir trotz unseres Alters noch schaffen. Was uns sehr wichtig ist, worüber wir gern mit Anderen reden würden.

Wir verpacken grundsätzlich alle Einkäufe im Kartons oder in Boxen. Wir kaufen nie Plastiktüten und das schon seit 20 Jahren. Recycling ist für uns eine wichtige und alltägliche Beschäftigung und wir informieren uns über den letzten Stand der Dinge (Umwelt, Klima, K.I., Politik) über Internet. Wenn möglich, lesen wir Publikationen On-line, auch wenn es nicht in deutscher Sprache geschrieben ist.

Wir kaufen nur neu, wenn es unbedingt sein muß, wie das der Fall war mit unserer Kleinkläranlage in 2016.

Es gibt viele Möglichkeiten allerhand Sachen gebraucht zu bekommen, nicht nur Kleidung, sondern auch Baumaterialien. Second-Hand-Shops bieten oft sehr Unterschiedliches an. Wenn man etwas spezielles sucht braucht man Kreativität und Ausdauer. Funktioniert etwas nicht einwandfrei? Beim reparieren braucht man Geschick und zum lösen technische Probleme, gute Einfälle. Über Portale oder Foren kann man Kenntnisse oder Tipps bekommen, wie Mängel beseitigen kann.

Transport. Für unsere Tiere brauchen wir jedenfalls Futter, Heu, Stroh und frisches Wasser. Das fragt wegen den Mengen hier in Thüringen längere Wege als wir gewohnt waren. Ohne Geländewagen und Anhänger kommt man nicht weit. So etwas wie Einkaufen bei einer Genossenschaft- wo alles für Landwirte- auch die mit dem Trecker kommen- zu haben ist, haben wir in Thüringen nicht gefunden. Im Norden gab es alles in 25 Kg oder mehr, in Säcke zu kaufen von Hühnerfutter bis zu Grassamen, Möhren für die Pferde oder Teichfutter.

Wir wohnen im Naturschutzgebiet, es kommen oft Urlauber vorbei, wir fühlen uns fast wie Wächter. Wieso?

  • · Rauchen verboten, immer, nicht nur im Sommer und die Waldbrandgefahr.
    Urlauber glotzen uns ungläubig an, wenn wir das erwähnen und versuchen die Zigarette hinter den Rücken zu verstecken….
  • · Hunde immer an der Leine führen? Wieso?
    Weil die Wildtiere nicht erschreckt werden sollen, es werden ja so wie so von Jahr zu Jahr weniger……
  • · Und Müll? Es gibt bei uns keine Abfall-Körbe, sonst wäre es bestimmt unsere Aufgabe die zu leeren. Jetzt schmeißen Leute einfach das weg, was nicht mehr gebraucht wird wie z.B. leere Bierflaschen.
    Wenn wir „Verstöße“ sehen konfrontieren wir die Menschen damit und bestehen darauf, daß man gut mit dem Wald umgeht.

Wir machen kein Urlaub in fernen Orte, früher für unsere Arbeit flogen wir schon mal- ließ sich nicht ändern. Es gibt so vieles zu genießen in unserer nahen Natur, wenn man die Augen auf hat ohne die Umwelt verschmutzen. Wir sind hier zufrieden und versuchen Menschen zu begeistern, unterhalten uns über Fußstapfen und Nachdenklich zu werden über die Zukunft, auch die unserer Kinder. Ressourcen sind nun mal nicht endlos, sie Nachhaltig einzusetzen wird immer wichtiger.

Wir sind Selbstversorger und machen, wenn möglich, die Arbeit zusammen. Züchten unser Gemüse, Pflanzen und Beete für unsere Tiere in Terrassen-Gärten. Machen Brennholz aus umgekippte Bäume, reparieren, wenn möglich kaputtes. Wir leben im Einklang mit der Natur. Das heißt im Sommer wenn es heiß ist, sind wir sehr sparsam mit Wasser, denn alle lebende Wesen brauchen es. Dazu speichern wir Regen in 11 Wasserbehälter, die wir im ganzen Sommer gebrauchen. Im Winter heißt es Schnee räumen, denn der Winter kommt oft früh mit Schnee und dauert lang, oft bis nach Ostern. Dann wird der Ofen geheizt mit gelagertes Brennholz. Während dieser Periode gibt es mehr Ruhe und Zeit das Leben drinnen, im Bad oder Sauna zu genießen.

Im Sommer gibt es viel Arbeit im Nutzgarten:

  • · die Anzucht aus (oft aus gesammelten) Samen, gießen für das Wachstum,
  • · Ernte (verarbeiten oder gebrauchen)
  • · das bilden vom Wintervorrat.

Einwecken nach Großmutters Rezepte, sind gut für Haltbarkeit über mehrere Jahre ohne Stromverbrauch. Dazu eignet sich nicht alles: Z.B. Brokkoli wecken schmeckt wirklich nicht. Zum Wecken braucht man allerdings neben Ernte aus dem eignen Garten, viel Gläser, Zeit und einen großen Keller.

Trocken lagern gilt nicht nur für Kartoffel, sondern auch für Futterbeete, Sonnenblumenkerne, Brennholz, Samen und Zwiebel.

Wir würden uns sehr freuen, wenn es mehr Menschen gäbe die Spaß und Interesse haben am Austausch über Themen die uns wichtig sind. Dazu haben wir Zeit im Winter, im Sommer sammeln wir Ideen und Anregungen in Stichwörter oder Links. Im Winter wird geschrieben, kommuniziert und gebastelt. Ja, auch unsere Teddybären und Puppenhäuser bekommen dann und wann unsere Aufmerksamkeit. Zum Glück beklagen die sich nicht, denn eigentlich haben wir noch immer nicht genug Zeit alles zu machen was uns halt beschäftigt- nur ist unsere Energie weniger geworden und setzen wir uns öfters mal hin. Im Sommer genießen wir die Landschaft, unsere Tiere, die Natur, im Winter die Ruhe und die Leere auf dem Berg.

Neues kann jeder sich ansehen in den monatlichen Blog oder Bilder.

Logo BergwachtWeiter hoch liegt das fast angrenzende Dorf Schnett. Dort oben auf dem Berg gibt es die Bergwache, eine Jugendherberge und einen tollen Blick.