Januar

Die Winterzeit ist schön ruhig. Nur am ersten Tag, bei Jahresbegin ist viel los. In diesem Jahr sehen wir uns das Willkommen in Australien mit doppelten Gefühlen an. Wie kann man nur feiern auf dem Strand, wenn die Waldbrände so nahe lodern. Natürlich steht das Feuerwerk auch in diesem Jahr überall in der Welt zur Debatte, sogar von Verboten wird gesprochen. Noch eben sind die Brände von Interesse für die Medien- wegen den Australian open- internationale Sport bekommt nun mal viel Aufmerksamkeit und Ehre für Champions, wenn es Landsleute sind. Für uns in Thüringen ist es ein ganz normaler Wintermonat, leider fast ohne Schnee. Es friert oft, auch wenn es ein recht milder Winter scheint und wenn mal kein Nebel da ist, sind gefrorene Hänge, Bäume und Pflanzen ein hübsches Motiv für Bilder.



Wir gebrauchen die Zeit für unsere Webseite, Henk´s Holzschiff- die San Juan Nepomuceno- bekommt Mäste, ich male Seidentücher. Unsere Gedanken sind jedoch oft beim Garten. Im letzten Jahr gab es gerade genug Wasser um unsere Pflanzen am Leben zu halten. Wenn wir eine bessere Ernte bekommen möchten, brauchen wir also mehr Wasser. Der Brunnen liefert zwar jetzt wirklich genug, aber im Sommer tropft es nur und müssen wir alles auf das Nötigste beschränken, gerade damit alle weiterleben können. Wir fangen an die Wasserspeicher zu füllen, wenn der Frost gegangen ist: die Zapfhähne dürfen nicht frieren und kaputt gehen. Frage ist nur: wann genau ist dieser Zeitpunkt?

Jetzt gegen Ende des Monats haben wir nochmal gründlich nachgesehen ob wir noch Produkte aus England brauchen. Eine ganze Zeit haben wir dort schöne Sachen bekommen, wie die 2 Gewächshäuser für unsere Puppenhäuser oder kleine Teile dafür, echte Marken-Lederschuhe die immer gut passen. Solche Sachen brauchen wir nicht mehr, nur Bio Samen bestelle ich dort noch. Da macht der Brexit wenig aus, vielleicht ein etwas höheres Briefporto- weiter nix!

Zeit genug zum (Internet)Zeitungen lesen und die internationale Presse für Brexit, Impeachment und Epidemie aus verschiedenem Winkel zu verfolgen.

Februar

Dieser Wintermonat hat es in sich, Sturm, Nebel, ein klitzekleines bisschen Wintersonne und 3 Tage wo es eine richtige Schneedecke gab. Der Rennsteig wurde ganz weiß bedeckt mit einer Schicht, nicht nur Stellenweise hauchdünn. Darüber haben wir- Tammy an erster Stelle- uns richtig gefreut, denn mit Schnee war in diesem Winter nix los und Tammy liebt Eis (Schnee) über alles, Henk hat seine Schneefräse im Winterverschlag lassen können. Nach Mitte des Monats machten wir den Anlauf zur Gartenarbeit, auf Grund der Wetterlage auch nur für ein paar Stunden täglich. Das Gewächshaus wurde - genau wie manches Bäumchen- befreit vom Winterschutz.

Die Hamamelis hat schon unter der Haube Blühten gemacht und überall sieht man Knospen. Natürlich sind die Schneeglöckchen die ersten Frühlingszeichen, aber die Temperaturen halten sich vorläufig noch im Rahmen, hoffentlich bleibt es vorläufig so.

Wir fangen erst mal an alle Wasserbehälter in Stande zu setzen und auf zu füllen, denn ohne Wasser läuft bekannter Weise nix im Garten, oder mit der Anzucht. In der Fensterbank stehen schon mehrere Saatschalen mit Keimlingen, die Pflanzenanzucht fängt ja oben, im ersten Stock an. Ins Gewächshaus „ausgewildert“ wird nur wenn die Pflänzchen groß und stark genug sind und das dauert noch mehrere Wochen.

Wir möchten so gerne draußen etwas machen, geht leider nicht so oft, der Winter ist launisch. Der Dung aus dem Stall ist noch immer nicht ganz im oberen Garten eingebuddelt und das soll doch bald fertig werden.

Die trockenen Fasen dauern gerade lang genug, daß wir Brennholz reinbringen können, denn die Heizung braucht 2x täglich einen Schub Holz, auch wenn es nachts nur noch wenig friert. So beschäftigen wir uns weiter mit Hobbys, kleine Reparaturen an Gartenbänke und planen unsere Aktivitäten für dem Moment das es endlich mal freundliches Wetter gibt und wir draußen richtig loslegen können.





Das sind die „Erlebnisse“ bei uns in Thüringen. Wenn ihr etwas anderes lesen möchtet, hier ein Bericht aus Japan!









Japanische Mönche führten 700 Jahre lang Wetteraufzeichnungen
















März

Covid-19 Monat, 2020

Meistens schreiben wir über unsere Umwelt und Erfahrungen im Blog.Aber diesmal keine schöne Geschichten, keine schöne Bilder
Jetzt ist alles anders, für jeden wo auch auf der Welt. Nicht nur forscht man den Corona Virus, mögliche Impfstoffe oder entwickelt Medikamente, natürlich sucht man auch die Ursachen. So fand ich mehrere Artikel im ZDF, BBC und Holländische Zeitungen die berichten:

Corona ist nur ein Krankheitserreger von vielen, die vom Tier auf den Menschen übertragen wurden. Zoonosen werden diese Erreger genannt. Forscher glauben, die Gefahr nimmt zu. Ein Grund dafür ist das Artensterben.

Eine überraschende Erkenntnis: Daran, dass Zoonosen zunehmen, hat der Mensch ganz offenbar Mitschuld - nicht nur, weil er den Lebensräumen vieler Tiere immer näherkommt. Er stört intakte Ökosysteme und sorgt dafür, dass die Artenvielfalt immer weiter abnimmt. Und das hat auch für die Übertragung von Viren Konsequenzen.

Forschungen der Uni Ulm (DE) haben ergeben, dass sich im ungestörten Regenwald Tiere und Tierarten gut verteilen und gut durchmischen. Viren finden so viel schwieriger passende Wirte. Das führt früher oder später zu einem Stopp der Ausbreitung. Eine Vielzahl der Arten verringert damit auch das Risiko, dass sich die Krankheit am Ende auch auf den Menschen überträgt, erklärt Professor Sommer. In vom Menschen gestörten Lebensräumen ist das anders. Gibt es weniger Arten, hat es das Virus leichter, sich auszubreiten. Oft haben außerdem Tierarten Kontakt, die in intakten Ökosystemen nie aufeinandertreffen würden. Gut möglich, dass es beim neuen Coronavirus künftig nicht bleiben wird. "Wir wissen, dass Wildtiere eine große Diversität an Viren in sich tragen", so Professor Eckerle. "Viele von ihnen kennen wir noch gar nicht." Zoonosen stellen die Wissenschaftler deshalb immer wieder vor neue Herausforderungen.

Die Uni in Wageningen (NL) schreibt in einem Report “ es gibt 150 Krankheiten die so übertragen werden“ nur 13 davon sind verantwortlich für 2,2 Millionen Tote.

Es wird plädiert für andere Verhaltensweisen in der Wirtschaft und Tourismus. Der Mensch solle sich Bewusst werden von die Rolle der er spielt in seinem Ökosystem und nicht als Drehkreuz oder Spielball zwischen alle Regionen der Erde hin- und her bewegen. Es gibt sehr viele Risiken und wenn man sich schon davon Bewusst ist, wer handelt demnach? Sport, Veranstaltungen, Reisen, Konsum können wir da umdenken und etwas ändern?

Nicht nur die Weltbevölkerung wird ständig größer, das Geflügel hat sich in den letzten 50 Jahren verfünffacht und so auch die Vogelgrippe, die immer irgendwo da ist. Die Pocken- auch eine Virenkrankheit- gibt es seit 1977 nicht mehr, wer älter ist als 45 Jahre wurde noch geimpft, Jüngere Menschen also nicht.
Änderungen im Verhalten anderen gegenüber, soll von Bürgern eingefädelt werden. Die Politik ordnet jetzt zwar Sperren an, oder grenzen ihre Länder ab. Trotzdem sind sie immer den Fakten und Bürger hinterher.
Es gab schon in 1968 eine Wissenschaftliche Warnung:“ Grenzen am Wachstum“ vom Club von Rom. Bürger überall in der Welt brauchen einen Zugriff auf sauberes Wasser, genug zu essen und Bildung, damit auch ihre Kinder und Enkel nicht von einer leergeraubten Erde in ständiger Angst für Krisen aufwachsen können. Klar, es gibt die VN und Menschenrechte, leider sind die Interessen zwar sozial gerechtfertigt aber noch immer nicht gleich, wenn man arm oder reich in Betracht zieht.

Vielleicht ist unsere Art zu leben auf dem Baerenhof doch nicht so verrückt, weil wir nachhaltig leben und reflektieren. Das Anthropozän in dem wir Menschen leben wird das entscheidend für unsere Art? Könnten wir Menschen vielleicht diese weltweise Krise mit Beschränkungen im Sozialverhalten uns besinnen und einen Wandel bewirken? Es wäre doch Irre diese Zeit nur auszusitzen und danach die Wirtschaft wie sonst an zu kurbeln. Und auf gleichem Fuß weiter zu machen, unser Konsum nicht zu ändern und uns etwas wie eine Kreuzfahrt zu gönnen?

Der Wwoof Gedanke, sich einzubringen für einen nachhaltigen Lebensstil trifft hoffentlich ein Nerv. Wer weiß öffnen sich mehr Herzen für Artenschutz, Naturschutz und aktives umgestalten von unserem Lebensraum Erde.

ANSEHENSWERT ! ZDF Sendung über Coronavirus, was sagt die Wissenschaft. Einfach erklärt!

BLEIB GESUND!!!