Menschen,Umwelt, Klima und Konsumgesellschaft

Immer mehr Menschen interessieren sich dafür, wie sie sich statt passiv Nachrichten über Umwelt, Klima oder Konsumgesellschaft an zu hören, sich aktiv zu beteiligen. Hat der (Massen) Konsum uns den Kopf verdreht?

Ohne Konsum läuft in unserer Welt heute nichts mehr, ohne ihn würde unser Wirtschaftssystem zusammenbrechen. Damit das auch so bleibt, denkt sich die Wirtschaft immer neue Anreize aus und macht uns das Geldausgeben schmackhaft. Immer mehr Produkte gehören, so suggeriert die Werbung, zu einem modernen Haushalt.

Plastik/Kunststoff ist allgegenwärtig, das Müllproblem wird immer größer. Schon in den 80er Jahren entwickelt sich aber auch eine Gegenströmung Vie le Menschen engagieren sich auch für die Umwelt. Die Öko-Bewegung findet immer mehr Freunde und in den Städten entstehen die ersten Bioläden. Es entwickelt sich eine andere Art von Konsumenten. Kritischere,umweltorientierte Verbraucher, die weg vom Massenkonsum wollen.

Es gibt viele Tipps sich auf einfacher Weise zu beteiligen an einer „besseren“ Welt, auch wenn es nur kleine Schritte sind.

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“In der Mitte des 20. Jahrhunderts sahen wir unseren Planeten zum ersten Mal aus dem Weltraum. Historiker werden vielleicht einmal sagen, dieser Anblick habe für das Denken mehr bewirkt als die kopernikanische Umwälzung im 16. Jahrhundert, als bewiesen wurde, dass die Erde nicht Mittelpunkt des Universums ist, und damit das Weltbild des Menschen grundlegend veränderte. Aus dem Weltraum sehen wir eine kleine zerbrechliche Kugel, nicht beherrscht von menschlichem Wirken und von Bauten, sondern von einem Netz aus Wolken, Meeren, Pflanzengrün und Erdboden. Die Unfähigkeit der Menschheit, ihr Handeln dieser Struktur anzupassen, verändert die Systeme des Planeten von Grund auf. Viele dieser Veränderungen sind begleitet von lebensbedrohenden Gefahren. Diese neue Realität, vor der es kein Entrinnen gibt, gilt es zu erkennen und zu bewältigen.”

Viele Menschen in Deutschland sind mit ihrer Arbeit und den Umständen ihres Lebens unzufrieden. Nicht nur Wohnraum oder „Existenz“ machen das Leben schwer. Und gefährden die Gesundheit. Erkrankungen wie Depressionen und Burn-Out treten inzwischen in allen Schichten der Gesellschaft auf. Es gibt in der Gesellschaft sehr viel Initiative sich ein zu bringen. Beispiel: „foodsharing“, Couchsurving oder Urban Gardening und noch viel mehr.

Ein Siegel für Fairness

1992 wird TransFair gegründet, Fairtrade gab es schon viel länger in mehreren Ländern. Der gemeinnützige Verein hat das Ziel, durch fairen Handel die Lebens- und Arbeitsbedingungen von Produzenten in Afrika, Asien und Lateinamerika zu verbessern. TransFair handelt nicht selbst mit Waren, sondern vergibt das Fairtrade-Siegel für Waren, die bestimmten Standards des fairen Handels entsprechen.

Die Spielregeln legt Fairtrade International fest. So müssen sich Kleinbauern zum Beispiel zu Kooperativen zusammenschließen, in denen Entscheidungen demokratisch getroffen werden. Plantagen verpflichten sich, für ihre Arbeiter Tarifverhandlungen, Versammlungsfreiheit, Sicherheit am Arbeitsplatz und Gesundheitsvorsorge sicherzustellen. Kinder- und Zwangsarbeit sind verboten.

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Freiheit und Individualität - nicht nur Chancen für Aussteiger
Für ein Aussteigerleben, in welcher Form auch immer, spricht die Auseinandersetzung mit dem eigenen ökologischen Fußabdruck. Dieser misst die Auswirkungen auf Klima und Umwelt, die das eigene Verhalten nach sich zieht. Selbstversorger sein allein bedeutet harte Arbeit und wenn noch Geld für Miete und Krankenversicherung dazuverdient werden muss, stellt diese Lebensweise einen Fulltimejob dar.

Herkunft der Lebensmittel

Eine aktive Auseinandersetzung mit der Herkunft der Lebensmittel und Konsumgüter ist ein wichtiger Schritt gegen Verschwendung und unnötigen Überfluss. Diese Überlegungen sind für jeden Haushalt empfehlenswert, da sie das eigene Konsumverhalten reflektieren und gegebenenfalls Missstände aufzeigen. Wichtig ist, die Anforderungen und Pflichten des Aussteigerlebens nicht zu unterschätzen. Alle anderen Bereiche des Lebens werden durch ein wachsendes Angebot für Aussteiger und ökologisch bewusst lebende Menschen abgedeckt. Lebensmittel und Kleidung können kostenlos in sogenannten Umsonst-Läden oder bei Foodsharing-Stellen abgeholt werden. Das selbstbestimmte Leben als Selbstversorger beschränkt sich nicht nur auf Lebensmittel Anbau , sondern vielmehr auf andere Voraussetzungen wie kreatives Denken, Probleme einfach lösen können, eine gesicherte Unterkunft.

Auf You-Tube kann man sich viel über dieses Thema ansehen.

„People Care" lautet eins der drei ethischen Prinzipien der Permakultur. Das Konzept der Permakultur ist vom Australier Bill Mollison entwickelt worden, der dafür mit dem Alternativen Nobelpreis ausgezeichnet wurde. Viel Ansätze gibt es, weil die Umwelt hoch Aktuell ist in mehreren Bereichen. Sich damit persönlich ein zu lassen, sich äußern oder etwas tun Beitragen an eine bessere Welt, machen immer mehr Menschen.

Wie können wir soziale Zusammenhänge in unserem Leben, sei es die Arbeit in einer Projektgruppe oder das Leben in Gemeinschaft oder Nachbarschaft - so gestalten, dass sie Spaß machen und uns inspirieren? Immer mehr Themen und neue Worte fragen unsere Aufmerksamkeit. Permakultur denkt in Netzwerken und Kreisläufen, in denen Energie, Wasser, Nährstoffe und Informationen bereit gestellt und effizient verwendet werden. Das Permakultur Konzept trägt damit in seiner Ganzheitlichkeit aktiv zum Klimaschutz bei. Der Permakultur-Ansatz ermächtigt Dich dazu, da wo Du bist und mit dem was Du kannst, deine Welt zu gestalten und das eigene Leben schrittweise neu auszurichten.

Tiny house movement

So einen Ansatz ist auch die Tiny house movement.

Besinnen wir uns doch darauf, dass Ökonomie und Ökologie den gleichen Wortstamm haben, denn sie sind vom griechischen Wort "oikos" (das Haus) abgeleitet worden. Versuchen wir doch gemeinsam, dass unser gemeinsames Haus keinen Schaden erleidet.