WASSER

Seit vielen Jahren haben Klima/Themen unser Interesse. Wir möchten mit unseren Einträgen andere Menschen inspirieren. Daher sind die Texte Denk-Anstöße und keineswegs komplett. Dafür ändert sich unser Klima auch viel zu schnell und gibt es immer mehr Wissenschaftliche Ansichten.

Von 100% Erdoberfläche sind etwa 71% Wasser. Allerdings sind davon nur etwa 2,5% Süßwasser und 97% Salzwasser. Von den 2,5% Süßwasser befinden sich 0,01% in Wolken, 0,3 % in Flüssen & Seen, 31% in der Erde (Grundwasser etc.) und 69% in gefrorener Form (Gletscher etc.). Immerhin besteht allein ein (durchschnittlicher) Mensch zu etwa 80% aus Wasser.

Wasser kommt als Oberflächenwasser, Quellwasser (Mineralwasser) und Grundwasser vor. Es wird verwendet als Trinkwasser, Brauchwasser, Löschwasser, es wird nicht nur gebraucht in Industrie/Produktion – wie im Landbau + Viehzucht+ Ernährung, sondern auch zur Kühlung, Ballast, und noch viel mehr.

Am 22. März, ist Weltwassertag. Wasser ist Leben – und spielt daher eine besondere gesellschaftliche Rolle. Gleichzeitig lässt sich mit Wasser auch viel Geld machen. Seit einem Beschluss der Vereinten Nationen im Jahr 2010 ist das Recht auf Zugang zu sauberem Trinkwasser Bestandteil der allgemeinen Erklärung der Menschenrechte.

wasserhärte Video (3 min)

Video über Wasser

780 Millionen Menschen haben keinen Zugang zu sauberem Trinkwasser, warnt die UNO. In diesem Kontext ließe sich also durchaus auch ein Recht auf Wasser begründen, schließlich ist zum Überleben eines Menschen eine ausreichend große Menge sauberen Wassers notwendig. Die UNO hat ein Menschenrecht auf Wasser formuliert und sogar konkrete Mengenangaben genannt: 20 Liter pro Person pro Tag zum Überleben, 50-100 Liter für die weitere private Nutzung. Allerdings drückt die UNO nur einen politischen Willen aus, dass die einzelnen Länder ein solches Recht konkret umsetzen. Eine juristische, bindende Wirkung hat die UNO-Resolution nicht, erklärt Ute Mager, Professorin für öffentliches Recht an der Ruprecht-Karls-Universität in Heidelberg.

Brüssel / Wien, am 6. Dezember 2019. (OTS) - Um den katastrophalen Artenrückgang in Flüssen und Seen zu stoppen, richten sich mehr als 5.500 Forscherinnen und Forscher aus ganz Europa in einer gemeinsamen Erklärung an die EU-Kommission und fordern die Beibehaltung und konsequente Umsetzung des wichtigsten EU-Wasserschutzgesetzes – der Wasserrahmenrichtlinie. Die Umweltschutzorganisation WWF fordert die Politik auf, die Empfehlungen der Wissenschaft ernst zu nehmen. „Industrie- und Wirtschaftslobbys wollen den ökologischen Gewässerschutz aufgrund kurzsichtiger Profitinteressen aufweichen und sabotieren. Daher müssen sich sowohl die EU-Kommission als auch die Bundesregierung im Zuge des aktuellen Fitnesschecks klar für die Wasserrahmenrichtlinie in ihrer jetzigen Form aussprechen. Zusätzlich muss die nationale Umsetzung endlich in die Gänge kommen“, fordert Bettina Urbanek vom WWF Österreich und nimmt vor allem die neue EU-Kommission unter Präsidentin Ursula von der Leyen in die Pflicht. „Jede Abschwächung der Richtlinie würde den angekündigten ‚European Green Deal‘ konterkarieren“, so die WWF-Gewässerschutzexpertin. Petition

Erfolgreich geklagt, Wasserquellen zurück bekommen

Manche Länder haben das Recht auf Wasser aber tatsächlich schon festgeschrieben, zum Beispiel Uganda und Südafrika. In Botswana gab es sogar schon eine erfolgreiche Klage. Da haben Buschmänner vor dem nationalen Gericht geklagt. Sie wollten ihre lang genutzten Wasserquellen zurückhaben, die ihnen vom Staat entzogen worden sind.

Das Recht auf Wasser schließt übrigens nicht die Option aus, dass man dafür bezahlen muss. Allerdings muss der Preis "angemessen" sein.

Verwandlungskünstler Wasser

Wasser ist bekanntlich flüssig. In der Natur kommt Wasser in drei Zuständen vor: Als flüssiges Wasser, als gasförmiger Wasserdampf oder als festes Eis. Je nach äußeren Bedingungen geht es von einem Zustand in den anderen über. Niederschlag: flüssig oder fest in der deutschen Sprache gibt es dafür mehr als 20 Bezeichnungen, nicht nur Regen oder Schnee. Es ist der Sammelbegriff für das aus der Atmosphäre auf die Erdoberfläche gelangende Wasser. Er tritt in fester (Schnee, Graupel, Hagel, Reif) oder flüssiger Form (Regen, Nebel, Tau) auf. Starke Schwankungen zeigen die Niederschlagshöhen weltweit: in Wüstengebieten regnet es nur wenige Millimeter, in tropischen Regionen bis zu einigen Metern pro Jahr.

Beispiel der Niederschlagsmenge (in mm) in unterschiedlichen Regionen der Erde

Monat/Stadt

Berlin
(DEU)

Las Vegas
(USA)

Mumbai
(IND)

Jakutsk
(RUS)

Kinshasa
(COD)

Januar

40

12

1

10

1

Februar

32

12

2

7

3

März

41

10

1

6

32

April

38

5

1

8

140

Mai

54

7

13

20

240

Juni

70

3

570

38

172

Juli

56

9

870

40

129

August

58

12

550

40

140

September

45

7

305

30

181

Oktober

37

5

60

20

212

November

44

11

15

15

135

Dezember

55

10

6

10

5

Summe

570

103

2394

244

1390

Die Niederschlagsmenge in Deutschland blieb auch 2019 hinter dem Jahres-Soll zurück: Mit rund 730 Litern pro Quadratmeter verzeichnete der Wetterdienst nur 93 Prozent des Solls von 789 Litern pro Quadratmeter. Der geringste Niederschlag fiel vom Thüringer Becken bis zur Leipziger Tieflandsbucht, wo lokal nur etwa 350 Liter pro Quadratmeter gemessen wurden. Der meiste Regen und Schnee fielen im Allgäu mit bis zu 2.450 Litern pro Quadratmeter.

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